GEBHARDT Fahrerlose Transportsysteme

Um in der Intralogistik einen permanenten, flexiblen, produktiven und zuverlässigeren Warenfluss zu gewährleisten, sind Fahrerlose Transportsysteme (FTS) die innovative Lösung der Zukunft in Zeiten der Digitalisierung und Industrie 4.0. Diese gewähren einen erhöhten Automatisierungsgrad und lösen Probleme einer immer höheren Komplexität. Somit ist es möglich, sich Anforderungen bezüglich immer variableren Produkten mit kleinen Stückzahlen, sich ständig ändernden Produktionsbedingungen, ebenso wie einer Just-in-Time Bereitstellung der Waren zu stellen. Dadurch können zum einen geringe Durchlaufzeiten, als auch eine Optimierung der Auslastung einzelner Stationen erreicht werden, um eine hohe Gesamtverfügbarkeit zu realisieren. Mit Hilfe der FTS kann zum einen der innerbetriebliche Materialfluss und zum anderen die gesamte Wertschöpfungskette optimiert werden. Je nach FTS Typ können unterschiedlich schwere Güter autonom durch das Lager bewegt werden. Deshalb sind Fahrerlose Transportsysteme die innovative Antwort für den innerbetrieblichen Materialfluss der Zukunft.

Die Fahrerlosen Transportsysteme von GEBHARDT Fördertechnik ermöglichen den innovativen Warenverkehr der Zukunft im intralogistischen Bereich. Sie erfüllen autonom und kooperativ logistische Aufgaben. Dabei nutzen die eingesetzten FTS eine dynamische Routenplanung, wodurch eine lose Verkettung von Prozessmodulen realisiert wird. Die autonomen, intelligenten und selbstorganisierten Fahrzeuge für die Intralogistik und Montage werden je nach Bedarf mittels einer induktiven oder optischen Spurführung navigiert und zusätzlich durch RFID Sensoren unterstützt. Diese werden vor Gabelungen, Stationen, etc. neben der Navigationsspur im Boden eingebaut, um das FTS auf maximal zehn Millimeter genau zu positionieren. Zusätzlich ist es möglich über optische 2D-Barcodes eine Positioniergenauigkeit von maximal fünf Millimeter zu ermöglichen. Dabei wird die induktive Variante durch die Messung des Magnetfelds über Linienleiter ermöglicht, während die optische Navigation durch ein kamerabasiertes Sensorensystem erfolgt. Dieses Sensorensystem erkennt die lackierten oder aufgeklebten Navigationslinien und ist störungsunempfindlich gegen Reflektion, Sonneneinstrahlung und Hallenbeleuchtung. Die FTS erkennen durch einen integrierten Sicherheitsscanner eigenständig Hindernisse, so dass sie Ihre Geschwindigkeit verringern und stehen bleiben können. Bleibt die Strecke durch ein anderes Fahrzeug belegt, ist das FTS dazu in der Lage, in den Energiesparmodus zu wechseln und meldet die Belegung der Strecke weiter. Sobald die Strecke wieder frei ist, fährt das FTS automatisch weiter. Um eine fehlerfreie Navigation zu gewährleisten, ist der gemeinsame Einsatz mehrerer Technologien zu empfehlen.

Durch eine Differentialregelung sind sowohl Kurvenfahrten als auch das Drehen auf der Stelle möglich. Die Energieübertragung der autonomen Transportsysteme erfolgt entweder auf der induktiven Navigationsstrecke, auf einem induktiven Ladeplatz oder kontaktbehaftet. Der Vorteil der induktiven Ladung ist, dass das System wartungs- und verschleißfrei ist und somit barrierefreie Strecken realisiert werden können. Ebenso ist ein zusätzlicher Energiespeicher eingebaut, um einen 24/7 Betrieb zu gewährleisten. Dieser Speicher kann mit Supercaps oder einem Blei-Kristall-Akkumulator ausgeführt werden. Die Supercaps besitzen eine kurze Ladezeit, eine hohe Lebensdauer und sind zudem wartungsfrei. Die Blei-Kristall-Akkumulatoren besitzen eine hohe Energiedichte und sind bis zur nächsten Ladung lange einsetzbar. Sie sind zudem sehr robust und langlebig, was sich auch durch eine hohe Zahl von Ladezyklen auszeichnet. 

Der übergeordnete Materialflussrechner, welcher kundenseitig betrieben wird, ist durch einen Logistikcontroller mit der Fahrzeugverwaltung, Streckenverwaltung, Energiemanagement, etc. verbunden und kommuniziert über W-LAN samt UDP Protokoll (User Datagram Protocol) mit den einzelnen Fahrerlosen Transportsystemen.

Die Bedienung der Fahrerlosen Transportsysteme erfolgt über einen bedienungsempfindlichen Bildschirm. Dadurch ist es möglich durch eine Bedienschnittstelle den Status oder einen Fehler des FTS direkt vor Ort abzufragen. Weiterhin besteht die Möglichkeit das Fahrzeug manuell über eine Schnittstelle zu steuern.

Die Fahrerlosen Transportsysteme existieren in drei verschiedenen Ausführungen, um Lasten von 500kg bis zu 3000kg bei einer Geschwindigkeit von maximal 1,5m/s zu transportieren. Die autonomen Transportsysteme sind durch die Kombination von standardisierten Baugruppen in verschiedenen Ausführungen erhältlich.

Übersicht Fahrerlose Transportsysteme

Fahrzeugtyp AGV-805 AGV-815 AGV-830
Max. Traglast [kg] 500 1.500 3.000
Leergewicht [kg] 350 500 1.000
Abmaß [mm] 800 x 600 x 380 1.400 x 980 x 400 2.110 x 830 x 400
Minimaler Kurvenradius [m] 1 1 1,5
Geschwindigkeit [m/s] 1,5 1,5 0,5
Beschleunigung [m/s²] 0,5 0,5 0,5
Energieaufladung Kontaktbehaftet
Induktiv
Kontaktbehaftet
Induktiv
Kontaktbehaftet
Induktiv
Energiespeicher Blei-Kristall-Akkumulatoren SuperCaps Blei-Kristall-Akkumulatoren Blei-Kristall-Akkumulatoren
Navigation Optisch Induktiv Optisch Induktiv Optisch Induktiv
Toleranz +/- 10mm durch RFID
+/- 5mm durch 2D-Barcode
+/- 10mm durch RFID
+/- 5mm durch 2D-Barcode
+/- 10mm durch RFID
+/- 5mm durch 2D-Barcode
Kommunikation W-Lan mit UDP-Protokoll W-Lan mit UDP-Protokoll W-Lan mit UDP-Protokoll
Lastaufnahme Hubtisch
Rollenbahn
Hubtisch mit 100mm Hub
Kettenförderer
Rollenbahn
Hubtisch mit 80mm Hub